
Die Gattin des österreichischen Gesandten Graf Karolyi sprach ein entzückendes Puszta-Deutsch, dem zuzuhören Bismarck stets großes Vergnügen bereitete.
„Herren Sie, Exzellenz“, sagte sie anlässlich eines Essens, bei dem Bismarck ihr Tischnachbar war, zu ihm, „wie is dös im Deitschen mit die Synonyme. „Wos, zum Beischpiel, is derr Unterschied zwischen
gesandt und
geschickt“?
„Nun“, meinte Bismarck, gefährlich galant lächelnd, „da bietet ja Ihr werter Herr Gatte ein ganz hervorragendes Beispiel, an dem Sie den Unterschied begreifen werden. Als Botschafter des österreichischen Souveräns ist er an den Berliner Hof gesandt worden – ich würde mich in diesem Falle davor hüten zu sagen, er sei geschickt.“