
Die sister ist Jüdin. Dünn, blass, Knabenfigur. Über ihrer Nasenwurzel hat sich eine Längsfalte eingegraben, die sie scherzhaft "Ich-Will-Falte" nennt. Titania und die
sister in crime lernten sich in den späten Neunzigern an der Uni kennen - Historisches Institut, Proseminar Großraum und Genozid, SR 103 Humboldtstraße. Weder den Seminarraum noch das Institut gibt es noch an gleicher Stelle. [Alles fließt.] Die Sister kam aus einer Stadt, in der Titania einst geliebt hatte. Folglich war ihr eine vormalige Einwohnerin dieser Stadt gleich ursympathisch. Zum Glück nicht nur wegen ihrer Herkunft. Einst wurde Titania von der sister zu einer Party eingeladen. Titania kannte niemanden. Die sister stellte Titania den anderen Gästen vor:
Das übrigens ist Titania, die erotischste Telefonstimme der Stadt....
Die sister wurde irgendwann zur Bestfreundin und eben
sister in crime. Letzteres hatte seinen Grund in einem SPIEGEL-Titelblatt aus den 70ern: es ging um die RAF-Frauen und SPIEGEL titelte:
sisters in mind [oder so ähnlich]. Die
sister in crime stand ebenfalls in Kontakt zu solchen Kreisen; und man munkelt, sie pflege noch immer Umgang mit führenden Köpfen der zweiten und dritten Generation.
Rubrik: Who is who im titanischen Kosmos