Rostock riots
Mann oh Mann!
Ich hätte gestern in Rostock kein Polizist sein wollen. Auch kein Demonstrant. Ursprünglich hatte auch ich überlegt, mit dem ein oder anderen nach Rostock zu fahren, doch meine persönlich wichtigen Dinge wie die MAG und die Anthologie drängen zu sehr, als dass ich mir das zeitlich hätte leisten können. Ich hatte deswegen shcon ein Angebot für eine Lesung am 22.06. ablehnen müssen.
Während ich mir die Filme und Berichterstattungen ansah, kämpften rivalisierende Eindrücke in mir (eher bei ersteren). Einerseits Enttäuschung, nicht dabei gewesen zu sein, andererseits der Gedanke "zum Glück" nicht hingefahren zu sein. Mir fällt es im Moment sehr schwer, ein Urteil darüber zu fällen, wer "angefangen", also Fehler gemacht hat und wer "Schuld" hat - zu unterschiedlich sind all die Dokumentationen. Pauschal wird es sowieso nicht beantwortet werden können. Auf beiden Seiten wird es "Fehler" gegeben haben, die zu dieser Eskalation führten.
Für einen neuen Deutschen Herbst reicht das alles nicht und ich weiß auch nicht, ob der zu begrüßen wäre. Doch in Anbetracht der Stasi 2.0-Methoden und des deutschen Sicherheitswahns ist es wirklich an der Zeit, sich zu wehren. Vielleicht hätte Rostock auch dafür ein Anfang sein können. Vielleicht.
Mal sehen, was die nächsten Tage bringen.
EDIT
Satz des Tages: Green BULL verleiht Prügel....
/EDIT
Titania Carthaga - 2007-06-03 21:22
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