Lippenbekenntnisse.
Freitag auf Samstag, nachts: ich schreibe weiter an Petersen. Nun endlich Licht am Ende des Tunnels. Die Nacht hindurch geschrieben - Text wieder. Und Konzept. Endlich. Anderthalb Stunden Schlaf. Entsprechend tot am nächsten Tag. Ich staune, wie wach ich doch bin. Du machst mich wach. Fragst, ob ich mitkommen möchte, nach Wien für ein paar Tage. Ich freue mich so, dass du fragst. Ich wagte nicht zu hoffen.
Zwischen all den Kissen und Küssen Maillol-Ausstellung in Apolda am Sonntag Nachmittag. Anschließender Spaziergang im Park des Schlosses Tiefurt, Amalias Geist in der Nase. Traumhaft illuminativer Herbst. Die Ilm befeuchtet die Luft. Tief einatmen. Ich trinke deinen Atem. Rausch.
Dinner beim Araber in Weimar.
Den Tag mit Liebe beschließen. Innigst.
Heute die Antipode - nicht nur wegen Rodin. Beinahe biss ich mir auf die Lippen, die du küsstest. Leider nur beinahe. Ich schrieb dir, ich wisse um Leben und stellte also manche Fragen nicht. Vielleicht hätte ich auch diese nicht stellen sollen.
Vielleicht doch.
[Ich weiß, dass ein Mann auf (empfundenen) Druck i m m e r mit Flucht reagiert. Sich diesem Instinkt zu widersetzen bedeutet für einen Mann immer: Mut.]
Vagheit in deinen Worten, die mich schmerzt. Und wieder mein Handicap, das mich stets einholt: Ich verstehe dich.
Ich verstehe, weil ich weiß.
Und ahne.
Das Verlorene kennen, bevor es existierte. [TheSource]
[ Post coitem omne animal triste. ]
Titania Carthaga - 2005-10-04 00:04
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ANNO 1900, Weimar. Eine kulinarisch-literarische Ausschweifung










