Katastrophe?! Juckt niemanden.
Tagesanzeiger.ch: Die Hilfsorganisation Oxfam International hat den grössten Hilfsaufruf ihrer Geschichte an die britische Öffentlichkeit gerichtet... Von der Hungersnot sind mindestens elf Millionen Menschen in Ostafrika betroffen. Neben Kenia leiden die Menschen auch in Äthiopien, Eritrea, Somalia und Dschibuti sowie in Tansania und Burundi Not. Zur Dürre kamen unlängst heftige Regenfälle dazu, die den ausgetrockneten Boden überschwemmten. Tausende Menschen mussten vor dem Hochwasser fliehen, Hilfsgüter konnten nicht mehr überall ausgeteilt werden.
Der Tsunami in Asien 2004 hat nach der Meeres- eine riesige Spendenwelle ausgelöst. Die Zahl der Opfer aber war geringer (insgesamt knapp 300.000) als jetzt in Ostafrika. Aber klar, in Afrika sind weit weniger europäische/ westliche Touristen unterwegs - es bet r i f f t also niemanden.
Deswegen, liebe Blogger, ein Aufruf: TUT ETWAS. Verbreitet diese Information. Vielleicht erwachen dann auch endlich die Medien und nehmen sich des Themas an, um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen.
Titania Carthaga - 2006-04-20 14:50
Trackbacks zu diesem Beitrag
erdbaer.twoday.net - 2006-04-20 18:13
11 Millionen Menschen von Hungersnot bedroht!
Und die deutschen Medien ignorieren... [weiter]
panthol.twoday.net - 2006-04-20 23:28
Vergessener Kontinent?
Bei Titania Carthaga wird auf ein... [weiter]
sonntags.twoday.net - 2006-04-25 13:07
Die Augen auf Ostafrika
Nachdem Titania Carthagazu bloggerischer... [weiter]
pathologe - 2006-04-20 16:35
Oh, ich habe mir erlaubt, Ihrem gestreuten Wunsch vorab entgegenzukommen.
Titania Carthaga - 2006-04-20 17:12
Ich danke Ihnen!
Titania Carthaga - 2006-04-20 16:39
Nachtrag
Auf das Suchwort Ostafrika hin spuckt GoogleNews schon etwas mehr aus - aber auch da: fast ausschließlich SChweizer, österreichische oder belgische Meldungen - nur eine aus DE: vom Kölner Stadt-Anzeiger.
Titania Carthaga - 2006-04-20 18:16
Der Beginn der Katastrophe
Meldung vom Januar 2006 im Blog Menschenrechte (& Spendenkonto von CARE):
http://menschenrechte.blogg.de/eintrag.php?id=968
Ebenso im Januar bei Martina Kausch: http://www.martina-kausch.de/?p=418
kurier.at - Chronik & Spendenkonto
http://menschenrechte.blogg.de/eintrag.php?id=968
Ebenso im Januar bei Martina Kausch: http://www.martina-kausch.de/?p=418
kurier.at - Chronik & Spendenkonto
Titania Carthaga - 2006-04-21 15:18
Menschen für Menschen
grad gefunden unter
http://www.morgenweb.de/mm/mannheim/20060421_p060912005_11006.html
Da der Artikel von heute aber nur eine Woche frei zugänglich ist, via copy & paste hier nochmal:
Wetten, dass - die Mannheimer großzügig sind?
Auf dem Spendenkonto "Menschen für Menschen" sind bereits 93 083 Euro eingegangen
Von unserem Redaktionsmitglied Martin Tangl
"Wir sind völlig geplättet", staunte gestern Peter Myrzik von der Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus. Auf dem Mannheimer Spendenkonto für die Aktion "Menschen für Menschen" erschien am Nachmittag die Zahl 93 083 Euro. Knapp zur Hälfte der Zeit, in der die Quadratestadt für Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe 108 000 Euro einsammeln sollte, sind bereits 86,2 Prozent der angepeilten Summe eingegangen.
Zum 25-jährigen Bestehen der Stiftung hatten in der TV-Show "Wetten, dass. . .?" 21 deutsche Oberbürgermeister mit dem ehemaligen Schauspieler gewettet, dass jeder dritte Einwohner ihrer jeweiligen Städte vom 1. April bis zum 11. Mai mindestens einen Euro für den Bau von Schulen in Äthiopien spendet. Diese Herausforderung haben die Mannheimer spontan, engagiert und großzügig angenommen - trotzdem kontrollierte Myrzik vorsichtshalber den immensen Betrag durch eine Anfrage bei "Menschen für Menschen" in München: Entwarnung, kein Zahlendreher, kein Tippfehler, alles echte Euros. Nur in München (100 262 Euro) und Nürnberg (94 732 Euro) ist bislang mehr Geld eingegangen. Die Heidelberger haben beispielsweise 18 214 Euro gesammelt, Karlsruhe liegt bei 17 258 Euro.
Sehr erfreut reagierten auch Oberbürgermeister Gerhard Widder und sein persönlicher Referent Herbert Bangert auf die stattliche Summe aus Mannheim. Sicher, einige Großspenden seien in den vergangenen Tagen verbucht worden, trotzdem sei man über die Höhe des Betrags überrascht. Jetzt gelte es aber, in der Spendenbereitschaft nicht nachzulassen. "Auch jeder Euro mehr als die 108 000 kommt einer Schule in Äthiopien zugute", spornte Bangert die Bürgerschaft weiter an.
Aufs Spendenkonto der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord gingen bisher 89 871 Euro ein, über die Spenden-Hotline 3212 Euro. "Dabei geht's doch kaum einfacher", erschien Claus Seppel das telefonisch akquirierte Geld noch etwas dürftig - und so startete der Präsident des Einzelhandelsverbands Nordbaden zusammen mit seinem Geschäftsführer Oliver Seiffert und dem Handel dazu eine besondere Initiative.
Ab sofort liegen in den Geschäften und Kaufhäusern 50 000 Merkzettel aus, die auf die Hotline hinweisen. Mit jedem Anruf wird gebührenfrei ein Euro von der Telefonrechnung auf das "Menschen für Menschen"- Konto abgebucht. "Da kann man auch fünfmal anrufen", schlägt Seppel vor. Mit Plakaten will der Einzelhandel in den kommenden drei Wochen ebenfalls auf die Aktion hinweisen. "Immerhin kommen werktags so um die 120 000 Kunden in unsere Geschäfte, samstags sind es sogar 150- bis 180 000", rechnet Seiffert mit jeder Menge zusätzlicher Aufmerksamkeit für die Äthiopienhilfe von Karlheinz Böhm.
info - weitere informationen
Spendenkonto: Sparkasse Rhein-Neckar-Nord, Konto-Nr. 38584065, BLZ: 67050505, gebührenfreie Hotline für Ein-Euro-Spenden: 0900/3 30 40 04 30. www.menschenfuermenschen.org
© Mannheimer Morgen - 21.04.2006
http://www.morgenweb.de/mm/mannheim/20060421_p060912005_11006.html
Da der Artikel von heute aber nur eine Woche frei zugänglich ist, via copy & paste hier nochmal:
Wetten, dass - die Mannheimer großzügig sind?
Auf dem Spendenkonto "Menschen für Menschen" sind bereits 93 083 Euro eingegangen
Von unserem Redaktionsmitglied Martin Tangl
"Wir sind völlig geplättet", staunte gestern Peter Myrzik von der Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus. Auf dem Mannheimer Spendenkonto für die Aktion "Menschen für Menschen" erschien am Nachmittag die Zahl 93 083 Euro. Knapp zur Hälfte der Zeit, in der die Quadratestadt für Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe 108 000 Euro einsammeln sollte, sind bereits 86,2 Prozent der angepeilten Summe eingegangen.
Zum 25-jährigen Bestehen der Stiftung hatten in der TV-Show "Wetten, dass. . .?" 21 deutsche Oberbürgermeister mit dem ehemaligen Schauspieler gewettet, dass jeder dritte Einwohner ihrer jeweiligen Städte vom 1. April bis zum 11. Mai mindestens einen Euro für den Bau von Schulen in Äthiopien spendet. Diese Herausforderung haben die Mannheimer spontan, engagiert und großzügig angenommen - trotzdem kontrollierte Myrzik vorsichtshalber den immensen Betrag durch eine Anfrage bei "Menschen für Menschen" in München: Entwarnung, kein Zahlendreher, kein Tippfehler, alles echte Euros. Nur in München (100 262 Euro) und Nürnberg (94 732 Euro) ist bislang mehr Geld eingegangen. Die Heidelberger haben beispielsweise 18 214 Euro gesammelt, Karlsruhe liegt bei 17 258 Euro.
Sehr erfreut reagierten auch Oberbürgermeister Gerhard Widder und sein persönlicher Referent Herbert Bangert auf die stattliche Summe aus Mannheim. Sicher, einige Großspenden seien in den vergangenen Tagen verbucht worden, trotzdem sei man über die Höhe des Betrags überrascht. Jetzt gelte es aber, in der Spendenbereitschaft nicht nachzulassen. "Auch jeder Euro mehr als die 108 000 kommt einer Schule in Äthiopien zugute", spornte Bangert die Bürgerschaft weiter an.
Aufs Spendenkonto der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord gingen bisher 89 871 Euro ein, über die Spenden-Hotline 3212 Euro. "Dabei geht's doch kaum einfacher", erschien Claus Seppel das telefonisch akquirierte Geld noch etwas dürftig - und so startete der Präsident des Einzelhandelsverbands Nordbaden zusammen mit seinem Geschäftsführer Oliver Seiffert und dem Handel dazu eine besondere Initiative.
Ab sofort liegen in den Geschäften und Kaufhäusern 50 000 Merkzettel aus, die auf die Hotline hinweisen. Mit jedem Anruf wird gebührenfrei ein Euro von der Telefonrechnung auf das "Menschen für Menschen"- Konto abgebucht. "Da kann man auch fünfmal anrufen", schlägt Seppel vor. Mit Plakaten will der Einzelhandel in den kommenden drei Wochen ebenfalls auf die Aktion hinweisen. "Immerhin kommen werktags so um die 120 000 Kunden in unsere Geschäfte, samstags sind es sogar 150- bis 180 000", rechnet Seiffert mit jeder Menge zusätzlicher Aufmerksamkeit für die Äthiopienhilfe von Karlheinz Böhm.
info - weitere informationen
Spendenkonto: Sparkasse Rhein-Neckar-Nord, Konto-Nr. 38584065, BLZ: 67050505, gebührenfreie Hotline für Ein-Euro-Spenden: 0900/3 30 40 04 30. www.menschenfuermenschen.org
© Mannheimer Morgen - 21.04.2006
Titania Carthaga - 2006-04-22 17:28
Links
Es scheint, dass sämtliche (spärliche) Meldungen schlichtweg ignoriert werden. Bereits Anfang dieses Jahres wiesen diverse Artikel (keine TOP-1-Medien) auf die drohende Katastrophe hin:
http://www.epv.de/node/1695 und http://www.dieneueepoche.com/articles/2006/01/07/7749.html
Und: es verpufft, als wäre es nie geschrieben worden.
Bei Che (Dank fürs posten) im Kommentar schreibt loellie sehr treffend:
Kann sich eigentlich irgendjemand hier erklaeren wann, wie und warum die Mainstreammedien jegliches Interesse an der immer prekaerer werdenden Situation in der 3. Welt verloren haben?
Ende 70er Anfang 80er konnte man sich selbst unter grossen Muehen den sterbende Negerbabies [ Anm. Titania: ersetzen durch "schwarze" ] zeigenden Bildern kaum entziehen.
Das war Frueher. Und Heute? Heute kann man hoechstens noch die fuer das Elend verantwortlichen Klassenfeinde bei ihrer medialen Selbstbeweihraeucherung beobachten...
http://www.epv.de/node/1695 und http://www.dieneueepoche.com/articles/2006/01/07/7749.html
Und: es verpufft, als wäre es nie geschrieben worden.
Bei Che (Dank fürs posten) im Kommentar schreibt loellie sehr treffend:
Kann sich eigentlich irgendjemand hier erklaeren wann, wie und warum die Mainstreammedien jegliches Interesse an der immer prekaerer werdenden Situation in der 3. Welt verloren haben?
Ende 70er Anfang 80er konnte man sich selbst unter grossen Muehen den sterbende Negerbabies [ Anm. Titania: ersetzen durch "schwarze" ] zeigenden Bildern kaum entziehen.
Das war Frueher. Und Heute? Heute kann man hoechstens noch die fuer das Elend verantwortlichen Klassenfeinde bei ihrer medialen Selbstbeweihraeucherung beobachten...
Martina Kausch - 2006-04-20 20:40
Hungerkatastrophe?
Das interessiert doch kaum jemanden. In regelmäßigen Abständen versuche ich, über die aktuellen Probleme des afrikanischen Kontinents hinzuweisen. Auf die Piraten vor der somalischen Küste, die Hungerskatastrophe... aber leider ist noch nicht Weihnachten, wo die dunklen Kulleraugen ausgemergelter Kinder unser Herz erwärmen.
anaximander - 2006-04-20 21:03
Leider
ist Ostafrika im Moment PR mässig nicht interessant - weder für die Hilfsorganisationen noch für die Politiker, die sich ihr Image mit Hilfe für Afrika nicht aufpolieren können. Alles kümmert sich um Bush, den iranischen Staatspräsidenten, ex-Kanzler Schröder, die Bilder der umzugsfähigen Merkel, die Integration von Muslimen in die hiesigen Gesellschaften. Damit lassen sich Lorbeeren verdienen...
Ein Engagement der Blogger für Ostafrika wäre tatsächlich mal was. Aber Blogger sind Individualisten, sie kümmern sich scheinbar nur um Bloggerkram... Schade!
Ein Engagement der Blogger für Ostafrika wäre tatsächlich mal was. Aber Blogger sind Individualisten, sie kümmern sich scheinbar nur um Bloggerkram... Schade!
wvs - 2006-04-20 23:20
@ TC:
Ich halte Ihr Anliegen schon für bemerkenswert und werde dem Beispiel anderer Blogger/-innen gern folgen und darauf aufmerksam machen.
@ anaximander:
Es scheint, Sie pflegen doch hier und da ein "Vorurteil":
" .. Damit lassen sich Lorbeeren verdienen... .. "
Das unterstellt, Blogger bloggen weil sie "Lorbeeren verdienen" wollen .... und es ist ja auch keineswegs so, daß wir hier nicht auch nennenswerte Probleme hätten.
Oder halten Sie die Integration von Muslimen in diese christlich-abendländisch geprägte Gesellschaft für eine Luftnummer?
Ich glaube vielmehr, das - vermeintliche - Desinteresse ist darauf zurückzuführen, daß viele Blogger nicht so recht wissen, wo das "Horn von Afrika" eigentlich geographisch anzusiedeln ist - wenn es nämlich nicht während der Tagesschau als Landkarte gezeigt wird .... und bevor man sich - anders als beim Blog-üblichen "small-talk" - bei einem solchen Thema blamiert bleibt man eben bei bekannten Themen ....
Ich halte Ihr Anliegen schon für bemerkenswert und werde dem Beispiel anderer Blogger/-innen gern folgen und darauf aufmerksam machen.
@ anaximander:
Es scheint, Sie pflegen doch hier und da ein "Vorurteil":
" .. Damit lassen sich Lorbeeren verdienen... .. "
Das unterstellt, Blogger bloggen weil sie "Lorbeeren verdienen" wollen .... und es ist ja auch keineswegs so, daß wir hier nicht auch nennenswerte Probleme hätten.
Oder halten Sie die Integration von Muslimen in diese christlich-abendländisch geprägte Gesellschaft für eine Luftnummer?
Ich glaube vielmehr, das - vermeintliche - Desinteresse ist darauf zurückzuführen, daß viele Blogger nicht so recht wissen, wo das "Horn von Afrika" eigentlich geographisch anzusiedeln ist - wenn es nämlich nicht während der Tagesschau als Landkarte gezeigt wird .... und bevor man sich - anders als beim Blog-üblichen "small-talk" - bei einem solchen Thema blamiert bleibt man eben bei bekannten Themen ....
Titania Carthaga - 2006-04-20 23:28
@wvs: ich danke Ihnen.
kranich05 - 2006-04-21 00:21
Ich habe verlinkt
Titania Carthaga - 2006-04-21 11:37
Danke.
Aber warum seid ihr nur alle so furchtbar pessimistisch und miesepetrig? Natürlich kann ein Einzelner, nur weil er einen Link setzt, nichts ändern. Wenn es aber viele tun und man allenthalben in der Blogosphäre drüber stolpert, schon. Denn wir wissen ja: auch die gängigen Medien durchkämmen inzwischen regelmäßig die Szene. Vielleicht ist wenigstens ein beherzter Journalist darunter, der mal altruistisch ist und nicht nur auf Lorbeeren aus. Ich hoffe es zumindest.
dkeeper - 2006-04-21 12:15
Wie sagte es doch so treffend Volker Pispers
"Wir Deutschen spenden, was das Zeug hält, aber eben alles zu seiner Zeit. In Deutschland ist das Leben organisiert: Karneval lacht der Deutsche, im Urlaub ist der Deutsche Mensch und Weihnachten spendet der Deutsche."
Man muss eben immer wieder feststellen: Afrika interessiert einfach niemanden. Das war in Ruanda so, Ost-Timor, Kongo - es wird weggeschaut. Patente für AIDS-Medikamente werden aufgrund einer Intervention von den USA nicht freigegeben (O-Ton Bush:"Das verstößt gegen die Prinzipien der freien Marktwirtschaft"). Und eine Hungerkatastrophe ist eben medial nicht so spektakulär wie zwei Flugzeuge, die in New York ins WTC fliegen oder eine Flutwelle. Bei 3000 Toten in New York erzittert die ganze Welt, bei 300.000 Toten in Asien werden Milliarden gespendet, bei 3.000.000 Toten in Afrika - es sind doch nur Neger.
Und bevor jetzt jemand schreit: NEGER sagt man nicht: Richtig, Neger sagen wir nich mehr, aber wieviele von denen krepieren, ist uns scheissegal!
Man muss eben immer wieder feststellen: Afrika interessiert einfach niemanden. Das war in Ruanda so, Ost-Timor, Kongo - es wird weggeschaut. Patente für AIDS-Medikamente werden aufgrund einer Intervention von den USA nicht freigegeben (O-Ton Bush:"Das verstößt gegen die Prinzipien der freien Marktwirtschaft"). Und eine Hungerkatastrophe ist eben medial nicht so spektakulär wie zwei Flugzeuge, die in New York ins WTC fliegen oder eine Flutwelle. Bei 3000 Toten in New York erzittert die ganze Welt, bei 300.000 Toten in Asien werden Milliarden gespendet, bei 3.000.000 Toten in Afrika - es sind doch nur Neger.
Und bevor jetzt jemand schreit: NEGER sagt man nicht: Richtig, Neger sagen wir nich mehr, aber wieviele von denen krepieren, ist uns scheissegal!
anaximander - 2006-04-21 13:01
Hier ein
Beitrag der zwar so neu nicht ist, dem einen oder andern vielleicht aber einen Anstoss geben kann.
Titania Carthaga - 2006-04-21 13:13
Ja, die Initiative von Böhm ist mir bekannt. Es ändert aber nichts daran, dass die derzeitige Hungerkatastrophe in DE icht b e k a n n t gemacht wird. Maximal zu einer klitzekleinen Randmeldung reicht es. Dass es sich dieses Mal aber wieder zu einer riesigen Katastrophe wie Anfang der 70er auswachsen kann, macht das Thema so brisant. Nicht umsonst hat OXFAM diesen Aufruf gestartet.
anaximander - 2006-04-21 15:16
Titania
wir versuchen, die Hungersnot in D bekanntzumachen. Dank dir. Es wäre schön, wenn wir mehr Blogger aktivieren könnten
Gregor Keuschnig - 2006-04-21 13:39
Juckt niemanden?
Warum nichts getan wird? Warum es "niemanden juckt"? Vielleicht weil die Leute noch in Erinnerung haben, dass sich vor nicht allzu vielen Jahren Äthiopien und Eritrea einen mörderischen Krieg geleistet haben und ihre Waffenlieferungen bezahlen mussten, statt Infrastruktur für ihre Bevölkerung einzurichten? Vielleicht weil es inzwischen vielen klar ist, dass es das Land Somalia nicht mehr gibt, sondern dort eine Warlord-Struktur stattdessen entstanden ist? Vielleicht weil man das Gefühl hat, dass Geld dahin zu bringen nur im Moment hilft - die korrupten Potentaten in den entsprechenden Ländern jedoch lieber Schwarzkonten errichten?
Mich bitte nicht missverstehen: Der Hunger auf dieser Welt ist ein Skandal. Aber immer nur Geld sammeln, wenn's prekär wird und danach zur Tagesordnung zurückkehren - das geht nicht. Und pauschale Schuldenerlasse sind auch falsch - es geht dann wieder von vorne los.
Die Nachricht weiterverbreiten. Gute Idee. Was ist damit gewonnen? Wer verändert die Weltwirtschaft so, dass faire Chancen für alle existieren? Wer gestattet sich, die korrupten Regime, die lieber Kriege führen (an deren Waffenlieferungen wir prima verdienen) oder sich das Geld selber einstecken, durch eine multinationale Organisation zu ersetzen? Wer schafft diese Voraussetzungen?
Wohlgemerkt: Dies ist kein Plädoyer für "Zwangsdemokratisierungen" à la Bush. Das greift nicht. Aber solange der Westen an diesen Entwicklungen prächtig verdient und dann Brosamen in Form von Hilfslieferungen verteilt, ändert sich nichts dauerhaft.
Der Schlüssel liegt bei uns. Aber nicht in Form von Einmalhilfen. Damit hält man die Menschen nur weiter in Abhängigkeiten.
Mich bitte nicht missverstehen: Der Hunger auf dieser Welt ist ein Skandal. Aber immer nur Geld sammeln, wenn's prekär wird und danach zur Tagesordnung zurückkehren - das geht nicht. Und pauschale Schuldenerlasse sind auch falsch - es geht dann wieder von vorne los.
Die Nachricht weiterverbreiten. Gute Idee. Was ist damit gewonnen? Wer verändert die Weltwirtschaft so, dass faire Chancen für alle existieren? Wer gestattet sich, die korrupten Regime, die lieber Kriege führen (an deren Waffenlieferungen wir prima verdienen) oder sich das Geld selber einstecken, durch eine multinationale Organisation zu ersetzen? Wer schafft diese Voraussetzungen?
Wohlgemerkt: Dies ist kein Plädoyer für "Zwangsdemokratisierungen" à la Bush. Das greift nicht. Aber solange der Westen an diesen Entwicklungen prächtig verdient und dann Brosamen in Form von Hilfslieferungen verteilt, ändert sich nichts dauerhaft.
Der Schlüssel liegt bei uns. Aber nicht in Form von Einmalhilfen. Damit hält man die Menschen nur weiter in Abhängigkeiten.
Weltregierung - 2006-04-25 12:56
...*seufz*
Sie haben so recht.
Die in der GoogleNews so sensationslüstern gestreuten News
lenken die 5-Sekunden Aufmerksamkeit grundsätzlich auf Stories
wo EINZELNE Menschen schreckliche Schläge erleiden, da kommt
der Mitleidsvoyeurismus kurz zum tragen...........
.....im grossen Stil schmerzen diese Nachrichten - und machen
das Wegsehen einfach.....
- Linkedregierung.
Sie haben so recht.
Die in der GoogleNews so sensationslüstern gestreuten News
lenken die 5-Sekunden Aufmerksamkeit grundsätzlich auf Stories
wo EINZELNE Menschen schreckliche Schläge erleiden, da kommt
der Mitleidsvoyeurismus kurz zum tragen...........
.....im grossen Stil schmerzen diese Nachrichten - und machen
das Wegsehen einfach.....
- Linkedregierung.
blogger.de:c0t0d0s0 - 2006-05-03 08:35
Ich habe auch mal die Freiheit besessen, mich an diesem Aufruf zu beteiligen. (manueller Trackback)>
Titania Carthaga - 2006-05-03 14:32
Auch Dir Dank. Vielleicht hilft es, und sei es nur ein Stück.



ANNO 1900, Weimar. Eine kulinarisch-literarische Ausschweifung











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