Auf das Suchwort Ostafrika hin spuckt GoogleNews schon etwas mehr aus - aber auch da: fast ausschließlich SChweizer, österreichische oder belgische Meldungen - nur eine aus DE: vom Kölner Stadt-Anzeiger.
Wetten, dass - die Mannheimer großzügig sind?
Auf dem Spendenkonto "Menschen für Menschen" sind bereits 93 083 Euro eingegangen
Von unserem Redaktionsmitglied Martin Tangl
"Wir sind völlig geplättet", staunte gestern Peter Myrzik von der Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus. Auf dem Mannheimer Spendenkonto für die Aktion "Menschen für Menschen" erschien am Nachmittag die Zahl 93 083 Euro. Knapp zur Hälfte der Zeit, in der die Quadratestadt für Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe 108 000 Euro einsammeln sollte, sind bereits 86,2 Prozent der angepeilten Summe eingegangen.
Zum 25-jährigen Bestehen der Stiftung hatten in der TV-Show "Wetten, dass. . .?" 21 deutsche Oberbürgermeister mit dem ehemaligen Schauspieler gewettet, dass jeder dritte Einwohner ihrer jeweiligen Städte vom 1. April bis zum 11. Mai mindestens einen Euro für den Bau von Schulen in Äthiopien spendet. Diese Herausforderung haben die Mannheimer spontan, engagiert und großzügig angenommen - trotzdem kontrollierte Myrzik vorsichtshalber den immensen Betrag durch eine Anfrage bei "Menschen für Menschen" in München: Entwarnung, kein Zahlendreher, kein Tippfehler, alles echte Euros. Nur in München (100 262 Euro) und Nürnberg (94 732 Euro) ist bislang mehr Geld eingegangen. Die Heidelberger haben beispielsweise 18 214 Euro gesammelt, Karlsruhe liegt bei 17 258 Euro.
Sehr erfreut reagierten auch Oberbürgermeister Gerhard Widder und sein persönlicher Referent Herbert Bangert auf die stattliche Summe aus Mannheim. Sicher, einige Großspenden seien in den vergangenen Tagen verbucht worden, trotzdem sei man über die Höhe des Betrags überrascht. Jetzt gelte es aber, in der Spendenbereitschaft nicht nachzulassen. "Auch jeder Euro mehr als die 108 000 kommt einer Schule in Äthiopien zugute", spornte Bangert die Bürgerschaft weiter an.
Aufs Spendenkonto der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord gingen bisher 89 871 Euro ein, über die Spenden-Hotline 3212 Euro. "Dabei geht's doch kaum einfacher", erschien Claus Seppel das telefonisch akquirierte Geld noch etwas dürftig - und so startete der Präsident des Einzelhandelsverbands Nordbaden zusammen mit seinem Geschäftsführer Oliver Seiffert und dem Handel dazu eine besondere Initiative.
Ab sofort liegen in den Geschäften und Kaufhäusern 50 000 Merkzettel aus, die auf die Hotline hinweisen. Mit jedem Anruf wird gebührenfrei ein Euro von der Telefonrechnung auf das "Menschen für Menschen"- Konto abgebucht. "Da kann man auch fünfmal anrufen", schlägt Seppel vor. Mit Plakaten will der Einzelhandel in den kommenden drei Wochen ebenfalls auf die Aktion hinweisen. "Immerhin kommen werktags so um die 120 000 Kunden in unsere Geschäfte, samstags sind es sogar 150- bis 180 000", rechnet Seiffert mit jeder Menge zusätzlicher Aufmerksamkeit für die Äthiopienhilfe von Karlheinz Böhm.
info - weitere informationen
Spendenkonto: Sparkasse Rhein-Neckar-Nord, Konto-Nr. 38584065, BLZ: 67050505, gebührenfreie Hotline für Ein-Euro-Spenden: 0900/3 30 40 04 30. www.menschenfuermenschen.org
Und: es verpufft, als wäre es nie geschrieben worden.
Bei Che (Dank fürs posten) im Kommentar schreibt loellie sehr treffend:
Kann sich eigentlich irgendjemand hier erklaeren wann, wie und warum die Mainstreammedien jegliches Interesse an der immer prekaerer werdenden Situation in der 3. Welt verloren haben?
Ende 70er Anfang 80er konnte man sich selbst unter grossen Muehen den sterbende Negerbabies [ Anm. Titania: ersetzen durch "schwarze" ] zeigenden Bildern kaum entziehen.
Das war Frueher. Und Heute? Heute kann man hoechstens noch die fuer das Elend verantwortlichen Klassenfeinde bei ihrer medialen Selbstbeweihraeucherung beobachten...
Nachtrag
Der Beginn der Katastrophe
http://menschenrechte.blogg.de/eintrag.php?id=968
Ebenso im Januar bei Martina Kausch: http://www.martina-kausch.de/?p=418
kurier.at - Chronik & Spendenkonto
Menschen für Menschen
http://www.morgenweb.de/mm/mannheim/20060421_p060912005_11006.html
Da der Artikel von heute aber nur eine Woche frei zugänglich ist, via copy & paste hier nochmal:
Wetten, dass - die Mannheimer großzügig sind?
Auf dem Spendenkonto "Menschen für Menschen" sind bereits 93 083 Euro eingegangen
Von unserem Redaktionsmitglied Martin Tangl
"Wir sind völlig geplättet", staunte gestern Peter Myrzik von der Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus. Auf dem Mannheimer Spendenkonto für die Aktion "Menschen für Menschen" erschien am Nachmittag die Zahl 93 083 Euro. Knapp zur Hälfte der Zeit, in der die Quadratestadt für Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe 108 000 Euro einsammeln sollte, sind bereits 86,2 Prozent der angepeilten Summe eingegangen.
Zum 25-jährigen Bestehen der Stiftung hatten in der TV-Show "Wetten, dass. . .?" 21 deutsche Oberbürgermeister mit dem ehemaligen Schauspieler gewettet, dass jeder dritte Einwohner ihrer jeweiligen Städte vom 1. April bis zum 11. Mai mindestens einen Euro für den Bau von Schulen in Äthiopien spendet. Diese Herausforderung haben die Mannheimer spontan, engagiert und großzügig angenommen - trotzdem kontrollierte Myrzik vorsichtshalber den immensen Betrag durch eine Anfrage bei "Menschen für Menschen" in München: Entwarnung, kein Zahlendreher, kein Tippfehler, alles echte Euros. Nur in München (100 262 Euro) und Nürnberg (94 732 Euro) ist bislang mehr Geld eingegangen. Die Heidelberger haben beispielsweise 18 214 Euro gesammelt, Karlsruhe liegt bei 17 258 Euro.
Sehr erfreut reagierten auch Oberbürgermeister Gerhard Widder und sein persönlicher Referent Herbert Bangert auf die stattliche Summe aus Mannheim. Sicher, einige Großspenden seien in den vergangenen Tagen verbucht worden, trotzdem sei man über die Höhe des Betrags überrascht. Jetzt gelte es aber, in der Spendenbereitschaft nicht nachzulassen. "Auch jeder Euro mehr als die 108 000 kommt einer Schule in Äthiopien zugute", spornte Bangert die Bürgerschaft weiter an.
Aufs Spendenkonto der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord gingen bisher 89 871 Euro ein, über die Spenden-Hotline 3212 Euro. "Dabei geht's doch kaum einfacher", erschien Claus Seppel das telefonisch akquirierte Geld noch etwas dürftig - und so startete der Präsident des Einzelhandelsverbands Nordbaden zusammen mit seinem Geschäftsführer Oliver Seiffert und dem Handel dazu eine besondere Initiative.
Ab sofort liegen in den Geschäften und Kaufhäusern 50 000 Merkzettel aus, die auf die Hotline hinweisen. Mit jedem Anruf wird gebührenfrei ein Euro von der Telefonrechnung auf das "Menschen für Menschen"- Konto abgebucht. "Da kann man auch fünfmal anrufen", schlägt Seppel vor. Mit Plakaten will der Einzelhandel in den kommenden drei Wochen ebenfalls auf die Aktion hinweisen. "Immerhin kommen werktags so um die 120 000 Kunden in unsere Geschäfte, samstags sind es sogar 150- bis 180 000", rechnet Seiffert mit jeder Menge zusätzlicher Aufmerksamkeit für die Äthiopienhilfe von Karlheinz Böhm.
info - weitere informationen
Spendenkonto: Sparkasse Rhein-Neckar-Nord, Konto-Nr. 38584065, BLZ: 67050505, gebührenfreie Hotline für Ein-Euro-Spenden: 0900/3 30 40 04 30. www.menschenfuermenschen.org
© Mannheimer Morgen - 21.04.2006
Links
http://www.epv.de/node/1695 und http://www.dieneueepoche.com/articles/2006/01/07/7749.html
Und: es verpufft, als wäre es nie geschrieben worden.
Bei Che (Dank fürs posten) im Kommentar schreibt loellie sehr treffend:
Kann sich eigentlich irgendjemand hier erklaeren wann, wie und warum die Mainstreammedien jegliches Interesse an der immer prekaerer werdenden Situation in der 3. Welt verloren haben?
Ende 70er Anfang 80er konnte man sich selbst unter grossen Muehen den sterbende Negerbabies [ Anm. Titania: ersetzen durch "schwarze" ] zeigenden Bildern kaum entziehen.
Das war Frueher. Und Heute? Heute kann man hoechstens noch die fuer das Elend verantwortlichen Klassenfeinde bei ihrer medialen Selbstbeweihraeucherung beobachten...