Warum nichts getan wird? Warum es "niemanden juckt"? Vielleicht weil die Leute noch in Erinnerung haben, dass sich vor nicht allzu vielen Jahren Äthiopien und Eritrea einen mörderischen Krieg geleistet haben und ihre Waffenlieferungen bezahlen mussten, statt Infrastruktur für ihre Bevölkerung einzurichten? Vielleicht weil es inzwischen vielen klar ist, dass es das Land Somalia nicht mehr gibt, sondern dort eine Warlord-Struktur stattdessen entstanden ist? Vielleicht weil man das Gefühl hat, dass Geld dahin zu bringen nur im Moment hilft - die korrupten Potentaten in den entsprechenden Ländern jedoch lieber Schwarzkonten errichten?
Mich bitte nicht missverstehen: Der Hunger auf dieser Welt ist ein Skandal. Aber immer nur Geld sammeln, wenn's prekär wird und danach zur Tagesordnung zurückkehren - das geht nicht. Und pauschale Schuldenerlasse sind auch falsch - es geht dann wieder von vorne los.
Die Nachricht weiterverbreiten. Gute Idee. Was ist damit gewonnen? Wer verändert die Weltwirtschaft so, dass faire Chancen für alle existieren? Wer gestattet sich, die korrupten Regime, die lieber Kriege führen (an deren Waffenlieferungen wir prima verdienen) oder sich das Geld selber einstecken, durch eine multinationale Organisation zu ersetzen? Wer schafft diese Voraussetzungen?
Wohlgemerkt: Dies ist kein Plädoyer für "Zwangsdemokratisierungen" à la Bush. Das greift nicht. Aber solange der Westen an diesen Entwicklungen prächtig verdient und dann Brosamen in Form von Hilfslieferungen verteilt, ändert sich nichts dauerhaft.
Der Schlüssel liegt bei uns. Aber nicht in Form von Einmalhilfen. Damit hält man die Menschen nur weiter in Abhängigkeiten.
Juckt niemanden?
Mich bitte nicht missverstehen: Der Hunger auf dieser Welt ist ein Skandal. Aber immer nur Geld sammeln, wenn's prekär wird und danach zur Tagesordnung zurückkehren - das geht nicht. Und pauschale Schuldenerlasse sind auch falsch - es geht dann wieder von vorne los.
Die Nachricht weiterverbreiten. Gute Idee. Was ist damit gewonnen? Wer verändert die Weltwirtschaft so, dass faire Chancen für alle existieren? Wer gestattet sich, die korrupten Regime, die lieber Kriege führen (an deren Waffenlieferungen wir prima verdienen) oder sich das Geld selber einstecken, durch eine multinationale Organisation zu ersetzen? Wer schafft diese Voraussetzungen?
Wohlgemerkt: Dies ist kein Plädoyer für "Zwangsdemokratisierungen" à la Bush. Das greift nicht. Aber solange der Westen an diesen Entwicklungen prächtig verdient und dann Brosamen in Form von Hilfslieferungen verteilt, ändert sich nichts dauerhaft.
Der Schlüssel liegt bei uns. Aber nicht in Form von Einmalhilfen. Damit hält man die Menschen nur weiter in Abhängigkeiten.