Geld & Macht. Männer & Frauen
Bismarck liefert dazu ein schönes Beispiel.
*) Essenz aus Gesprächen mit ANH und RenéS
Titania Carthaga - 2007-03-21 13:40
2 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
GsP - 2007-03-21 22:45
Kammerdiener
Jener namens "Bismarck" hat's freilich erkannt:
Tatsächlich Macht über etwas oder jemand zu besitzen, bedeutet nicht, wahrer Machthaber zu sein.
Nimm beispielsweise Lessings "EMILIA GALOTTI". Kammerdiener Marchése Marinelli, der hinter den Kulissen des von sich selbst ach so überzeugten Monarchen die Geschicke controlled, übt ganz gezielt weit mehr Einfluss auf die Szenerie und deren Protagonisten aus, als man je von seiner "Hoheit Gnaden" hätte erwarten dürfen.
Befähigung und Horizont erwachsen nicht aus einem Titel oder Amt. Und schon gar nicht gehen sie hervor aus scheinbar Befähigtem oder sich seines mutmaßlichen Horizonts gegenwärtigen Machtinhabers. Die Fäden zogen und ziehen noch immer stets die Überlegenen, nicht die sichtbaren armseligen Galeonsfiguren.
Unstrittig ist demnach, wem das Interesse eines faszinierten Wesens gebühren sollte. Dass sich Letztgenanntes dennoch in beinahe allen Fällen für das schwache Element entscheiden würde, verwundert nicht. Sich einander gleichendes findet zu einander. Jedoch Gegensätzliches spiegelt sich schließlich nur zu gut in gänzlich Unterschätztem wieder, weshalb sich Orientierung leicht gestaltet:
Zwangsläufig muss die Wahl auf den Eremit fallen, der nur als solcher vorzufinden sein kann. Erst recht müssen sich in diesem Fall Auserwählter und Auserwählende nähern. Andernfalls verstünde ich das Dasein nicht mehr.
G_s_P
Tatsächlich Macht über etwas oder jemand zu besitzen, bedeutet nicht, wahrer Machthaber zu sein.
Nimm beispielsweise Lessings "EMILIA GALOTTI". Kammerdiener Marchése Marinelli, der hinter den Kulissen des von sich selbst ach so überzeugten Monarchen die Geschicke controlled, übt ganz gezielt weit mehr Einfluss auf die Szenerie und deren Protagonisten aus, als man je von seiner "Hoheit Gnaden" hätte erwarten dürfen.
Befähigung und Horizont erwachsen nicht aus einem Titel oder Amt. Und schon gar nicht gehen sie hervor aus scheinbar Befähigtem oder sich seines mutmaßlichen Horizonts gegenwärtigen Machtinhabers. Die Fäden zogen und ziehen noch immer stets die Überlegenen, nicht die sichtbaren armseligen Galeonsfiguren.
Unstrittig ist demnach, wem das Interesse eines faszinierten Wesens gebühren sollte. Dass sich Letztgenanntes dennoch in beinahe allen Fällen für das schwache Element entscheiden würde, verwundert nicht. Sich einander gleichendes findet zu einander. Jedoch Gegensätzliches spiegelt sich schließlich nur zu gut in gänzlich Unterschätztem wieder, weshalb sich Orientierung leicht gestaltet:
Zwangsläufig muss die Wahl auf den Eremit fallen, der nur als solcher vorzufinden sein kann. Erst recht müssen sich in diesem Fall Auserwählter und Auserwählende nähern. Andernfalls verstünde ich das Dasein nicht mehr.
G_s_P
Titania Carthaga - 2007-03-21 23:18
Wären es nur Galeonsfiguren, ginge ihnen jegliche Strahlkraft ab. Diese aber ist Grundvoraussetzung. Jenen die Macht gänzlich abzusprechen, wäre dumm - man demontierte das, was man wünscht. Klug ist es also, darüber zu schweigen: um den Zauber zu wahren.



ANNO 1900, Weimar. Eine kulinarisch-literarische Ausschweifung











Trackback URL:
http://rdh.twoday.net/stories/3461149/modTrackback