"Du weißt, wer ich bin?"
„Du weißt, wer ich bin?“ schreibe ich im Begegnungen-Fragment. „Ich meine, weißt Du das wirklich?“ Schreibe ich Dir.
Dahinter verbirgt sich auch: Weißt Du, daß ich die bin, die gereizt werden will? Die erobern will? Schließlich: leiden will? [Das Leiden, ja… der Kunst wegen; wie fatalistisch….]
Außerdem: Weißt Du mich zu händeln, mich zu fordern? Mir zu widerstehen?
Ein Mann m u ß mir widerstehen können, sonst wird er nicht imstande sein, die Kraft aufzubringen, die ich erfordere, ja – abverlange. [„Strebe ich denn nach Glück?“ fragt Nietzsche. Und antwortet: „Ich strebe nach meinem Werke!“ Also nicht (nur) FORTUNA, sondern – auch – FELICITAS. So meint es FN. So meine ich es.]
Ich weiß, es scheint vermessen, dies anderen abzuverlangen. Aber es geht – mit mir – nur so. Weil ich die werden will, die ich bin. Mir diese Freiheit zu nehmen, steht mir zu; wie jedem. Die wenigsten nur nutzen sie.
Ich bin mir bewusst, dass ich - für den „Normalgeschmack“ – vermessen erscheinen muß. Aber das ist mir, wie Du Dir denken kannst, egal. Ich brauche, was ich beanspruche. Die wenigsten halten stand.
A u c h das also fordere ich, wenn ich Dich frage: „Du weißt, wer ich bin?“
gleichzeitig: Rubrik Arbeitsnotiz
Dahinter verbirgt sich auch: Weißt Du, daß ich die bin, die gereizt werden will? Die erobern will? Schließlich: leiden will? [Das Leiden, ja… der Kunst wegen; wie fatalistisch….]
Außerdem: Weißt Du mich zu händeln, mich zu fordern? Mir zu widerstehen?
Ein Mann m u ß mir widerstehen können, sonst wird er nicht imstande sein, die Kraft aufzubringen, die ich erfordere, ja – abverlange. [„Strebe ich denn nach Glück?“ fragt Nietzsche. Und antwortet: „Ich strebe nach meinem Werke!“ Also nicht (nur) FORTUNA, sondern – auch – FELICITAS. So meint es FN. So meine ich es.]
Ich weiß, es scheint vermessen, dies anderen abzuverlangen. Aber es geht – mit mir – nur so. Weil ich die werden will, die ich bin. Mir diese Freiheit zu nehmen, steht mir zu; wie jedem. Die wenigsten nur nutzen sie.
Ich bin mir bewusst, dass ich - für den „Normalgeschmack“ – vermessen erscheinen muß. Aber das ist mir, wie Du Dir denken kannst, egal. Ich brauche, was ich beanspruche. Die wenigsten halten stand.
A u c h das also fordere ich, wenn ich Dich frage: „Du weißt, wer ich bin?“
gleichzeitig: Rubrik Arbeitsnotiz
Titania Carthaga - 2004-11-04 02:26
14 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
prince - 2004-11-04 04:20
nix von kunst verstehe
aber kunst ist doch nicht alles im alltag, oder? Du erscheinst mir nicht "vermessen". Aber die Elite, die Du suchst erscheint mir sehr dünn. Nur wenige, mit denen du wirklich reden kannst, geschweige denn jemanden zu dem Du hinauf schaust. Siehe es bitte als kompliment an, denn ich verstehe nicht viel von kunst....
Erzenengel - 2004-11-04 05:41
Ingmar Bergman:
"Ich konnte immer nur in meiner Kunst leben, aber nie in meinem Leben."
Es gehört Mut dazu, immer wieder sich selbst zu erfinden und in einer Umgebung zu bestehen, die auf anderen Prinzipien beruht: denen der Eingliederung. Man übernimmt dabei eine elitäre Aufgabe, Avantgarde, Anderswelt.
FN ist gut zitiert, Umwertung der Werte. Diese Verschiebung ist zu leisten, die Auflösung der Zeichen. Durch die Metaebenen der Wahrnehmung zu surfen - endlos. Halten Sie stand? Das Zeichen der Künstler ist der Phoenix. Sich selbst und alles Geschaffene zu verbrennen, immer und immer wieder. Die Flügel aus Feuer breiten sich aus, aber es ist nichts zu sehen, in der Nacht, in der wir stehen und in den Himmel schauen. Nur die Hitze verzerrt/verzehrt die Luft und lässt den Blick tanzen.
Es gehört Mut dazu, immer wieder sich selbst zu erfinden und in einer Umgebung zu bestehen, die auf anderen Prinzipien beruht: denen der Eingliederung. Man übernimmt dabei eine elitäre Aufgabe, Avantgarde, Anderswelt.
FN ist gut zitiert, Umwertung der Werte. Diese Verschiebung ist zu leisten, die Auflösung der Zeichen. Durch die Metaebenen der Wahrnehmung zu surfen - endlos. Halten Sie stand? Das Zeichen der Künstler ist der Phoenix. Sich selbst und alles Geschaffene zu verbrennen, immer und immer wieder. Die Flügel aus Feuer breiten sich aus, aber es ist nichts zu sehen, in der Nacht, in der wir stehen und in den Himmel schauen. Nur die Hitze verzerrt/verzehrt die Luft und lässt den Blick tanzen.
Titania Carthaga - 2004-11-04 12:46
Oh, Monsieur, ich habe ja beinahe auf den Bergmann gew a r t e t ;o) Und finde in Ihren Zeilen die von letztens wieder... Ja. [Und die Einflechtung von Anderswelt läßt mich grinsen] Aber ob auch i c h standhalten kann - weiß ich nicht.
Morgenlandfahrer - 2004-11-04 13:02
Was ist mit dem, der Dir diese Freiheit gibt, aber sie auch für sich fordert? Falls Du dies nicht akzeptierst, suchst Du jemanden, der dir am Rockzipfel hängt, falls doch es kein Fordern sondern ein Geben und Nehmen, wie es sein sollte. Nur eines weiß ich nicht: Ich weiß nicht wer Du bist, aber umgekehrt ist es ja genauso...
Titania Carthaga - 2004-11-04 13:13
suchst Du jemanden, der dir am Rockzipfel hängt
lacht SCHALLEND. Und antwortet: mitnichten.
lacht SCHALLEND. Und antwortet: mitnichten.
Morgenlandfahrer - 2004-11-04 13:23
Du solltest schon lesen was da steht, dann ist auch kein schallendes Gelächter nötig, sondern höchstens ein beipflichtendes Nicken...
Titania Carthaga - 2004-11-04 13:29
Ich habe sehrwohl genau gelesen - das gehört zu meiner hüstel Profession... Warum gestehst DU mir nicht einfach zu, so reagieren zu dürfen, wie ich es möchte? Und mit wie es sein sollte habe ich eh meine Probleme... mit Verlaub. ;o)
Morgenlandfahrer - 2004-11-04 13:43
Reagieren kannst Du wie Du möchtest, aber eine Meinung kann und werde ich immer auch dazu haben und diese kommunizieren.
Wie es sein sollte? Darüber können wir uns natürlich streiten, aber Geben und Nehmen sollte doch sein, oder? Willst Du nur geben? Oder etwa nur nehmen?
Wie es sein sollte? Darüber können wir uns natürlich streiten, aber Geben und Nehmen sollte doch sein, oder? Willst Du nur geben? Oder etwa nur nehmen?
Titania Carthaga - 2004-11-04 13:51
Oh, es wäre doch fatal, besäßest Du keine Meinung, zumal in heutiger Zeit. ;o)
Gegen Geben & Nehmen habe ich natürlich nichts - mir ging es um die Formulierung, den Metatext. Das untergeschobene, verallgemeinerte Voraussetzen etwas hat soundso zu sein - DAS stört mich, nicht der Inhalt (in diesem Fall).
Gegen Geben & Nehmen habe ich natürlich nichts - mir ging es um die Formulierung, den Metatext. Das untergeschobene, verallgemeinerte Voraussetzen etwas hat soundso zu sein - DAS stört mich, nicht der Inhalt (in diesem Fall).
Morgenlandfahrer - 2004-11-04 13:58
Deshalb habe ich es in diesem Fall genutzt, auch das ist eben Sprache, der Kontext zählt. Nur weil etwas in einem anderen Zusammenhang eine verallgemeinernde Aussage hätte, heißt ja noch lange nicht, daß ich es jetzt nie mehr verwenden würde.
Außerdem glaube ich, daß die eigene Meinung des öfteren überschätzt wird, da sie meistens genau dies nicht ist, sondern stattdessen ein nachgeplapper vorgekauter Platitüden
Außerdem glaube ich, daß die eigene Meinung des öfteren überschätzt wird, da sie meistens genau dies nicht ist, sondern stattdessen ein nachgeplapper vorgekauter Platitüden
Titania Carthaga - 2004-11-09 02:46
vielleicht...
solltest DU mal genauer, evtl. zwischen den Zeilen, lesen... ;o)
Morgenlandfahrer - 2004-11-09 14:52
Selbstironie ist mir nicht fremd, aber ich erspare mir den Gebrauch von Emoticons, da ich die meisten sowieso nicht verstehe...
(Ist das ;-) das gleiche wie das ;o) oder bedeutet das was anderes und warum muß ich das so sagen, ist Selbstironie denn nur dann Selbstironie wenn der Andere sie versteht oder geben meine Gedanken dabei dem gesprochenen oder geschriebenen Wort Sinn? Und was ist mit Selbstironie bei der ich gar nicht will, daß der andere sie versteht? Oder ist Selbstironie nicht nur wieder eine Projektion, bei der ich mir der Bedeutung zwar bewußt bin (in meinen Grenzen) aber mein Gegenüber ganz andere Spiegelungen in sie hineintransportiert (unbewußt) oder transportieren will (bewußt), da sie ein ganz bestimmtes Bild von mir haben möchte?) Wer weiß es? Wer weiß es schon...
(Ist das ;-) das gleiche wie das ;o) oder bedeutet das was anderes und warum muß ich das so sagen, ist Selbstironie denn nur dann Selbstironie wenn der Andere sie versteht oder geben meine Gedanken dabei dem gesprochenen oder geschriebenen Wort Sinn? Und was ist mit Selbstironie bei der ich gar nicht will, daß der andere sie versteht? Oder ist Selbstironie nicht nur wieder eine Projektion, bei der ich mir der Bedeutung zwar bewußt bin (in meinen Grenzen) aber mein Gegenüber ganz andere Spiegelungen in sie hineintransportiert (unbewußt) oder transportieren will (bewußt), da sie ein ganz bestimmtes Bild von mir haben möchte?) Wer weiß es? Wer weiß es schon...
Titania Carthaga - 2004-11-09 15:19
lächelt Nein, Ironie (nicht nur die Selbst~) muss nicht immer verstanden werden.... Natürlich ist (Selbst)Ironie Projektion, noch mehr: Reflexion.
Und ja, ;o) = ;-)
Und ja, ;o) = ;-)
Morgenlandfahrer - 2004-11-09 15:27
Das Ziel jeder Projektion sollte doch die Reflexion sein, oder? Sonst täusche ich mich selber und bin anfällig für die Illusion... (nur so mal, um den Kreis zu schließen *lächel*)



ANNO 1900, Weimar. Eine kulinarisch-literarische Ausschweifung











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