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MaennerUndFrauen

16
Sep
2007

1?

aposEs gibt nur 0 oder 1. Alles dazwischen ist Trug. Selbst- oder Fremdbetrug, einerlei.
Und es scheint jemanden zu geben, der das genauso sieht.

Hoffentlich nur stech ich mich nicht allzu sehr an der womöglichen Nadel-im-Heuhaufen...

15
Sep
2007

Von Grundsätzlichem

aposEs gäbe viel zu berichten aus den letzten Jahren. Von Grundsätzlichem, schreibt er, wolle er mir erzählen. Von dem Warum grundlos eingestellter, ursprünglich doch so inspirierender Schreibereien, denen, lange nach dem Ende der Korrespondenz, dennoch ein Treffen folgte. Während diesem beäugte man sich vorsichtig aus der Ferne, wiewohl man in geselliger Runde nebeneinander saß. Später Nummern tauschte. Und hernach schwieg.
Die Korrespondenz ist bald drei, das Treffen ein knappes Jahr her. Dass ich ihn das erste Mal sah, ohne dass er sich meiner erinnern könnte, muss an die acht Jahre her sein, zu einer Zeit also, da ich gerade dem Teenageralter entschlüpft war. In einem Club geriet er mit meinem damaligen Freund kurz und heftig verbal aneinander. Ich stand dabei und erschrak über seine energische und doch so selbstsichere Klarheit, mit der er die Beleidigung des Freundes erwiderte. Diese keinen Widerspruch duldende Unbedingtheit, mit der er den Angriff zurückwies, irritierte und faszinierte mich gleichermaßen. Nach diesem Vorfall begegnete ich ihm noch ein paar Mal, vielmehr: streifte er in einiger Entfernung meine Blicke, bis ich ihn schließlich irgendwann vergaß. Er hatte wohl zwischenzeitlich die Stadt verlassen.

Einige Jahre und Beziehungen später wollte meine gerade aktuelle Liaison seinem langjährigen Studienfreund einen Streich spielen, bei welchem ich als Lockvogel fungieren sollte. Ich wusste nicht, um wen es sich bei dem Freund handelte – denn was sind schon Namen ohne Gesichter. Der Streich ist weder sonderlich erzählenswert noch relevant. Er ist es nur insofern, als dass durch ihn der virtuelle Kontakt zwischen ihm und mir zustande kam, welcher in besagten „inspirierenden Schreibereien“ mündete, in denen man parlierte über auf Papiertischdecken und in Kladden gekritzelte Gedanken, von Lotten und Werther, über Rotwein und die Scheidewege des Schicksals, die einem das Leben ins Büchlein diktiert. Die Zeilereien verloren sich nach einiger Zeit, ohne, dass ich hätte sagen können, weshalb.

Wieder gingen gut zwei Jahre ins Land. Irgendwann stand er plötzlich auf einer Party vor mir. Gemeinsame Freunde hatten ihn als Überraschungsgast mitgebracht. Wir mussten beide grinsen, als wir uns begrüßten, während wir die eigene Unbeholfenheit der Situation unterm Deckmäntelchen des souveränen Auftretens versteckten. Er setzte sich in der Runde, als sei es selbstverständlich – und vielleicht w a r es das auch – neben mich und wich nicht mehr von meiner Seite. Die Gelegenheit, sich zu zweit zu unterhalten, ergab sich jedoch nicht, dazu war die Runde zu klein. Mir schien es, als traue er sich unter seiner selbstsicheren Haut nicht recht. Vielleicht, weil er sich zu beobachtet vorkam, vielleicht, weil er sich nicht sicher war, wie ich reagieren würde.
Der Abschied war ähnlich der Begrüßung befangen. Ich gab meine Telefonnummer her, er umarmte mich. Seine glatt rasierte Wange ruhte für einen Moment beinahe innig auf meiner. Und obwohl mir das gefiel, entwand ich mich schleunig dieser Berührung, zu intim war sie mir. Nach diesem Abend hat er sich nie gemeldet.

Vor ein paar Tagen – ich weiß selbst nicht, wieso ich plötzlich darauf kam – gab ich in einem Businessportal seinen Namen in die Suchmaske ein. Prompt hatte ich sein Profil auf dem Schirm. Ich warf ein paar wenige Zeilen aufs digitale Papier, einen Gruß. Absenden. OK.
Noch in der gleichen Nacht kommt seine Antwort. Eine längere Mail, in der er mir schreibt, er sei überrascht und gleichwohl angetan. Wolle unsere Korrespondenz gern wieder aufnehmen, mit mir von dem Warum grundlos eingestellter, ursprünglich doch so inspirierender Schreibereien sprechen. Über den Rückzug nach persönlichem Kennenlernen. Von Grundsätzlichem "über Träume, Phantasien, Musen, Worte, Töne und Bilder, die im Kind wie im Mann wohl viel zu lange darbten“. Ist das der Gesang männlicher Sirenen oder ist doch etwas dran an seinen Worten? Die alte Frage, ein jedes Mal von Neuem gestellt.
Ich habe eine Weile überlegt. Und mich schließlich dafür entschieden, ihm ambivalent zu antworten.

Soeben kam eine SMS von ihm. Er sei noch beschäftigt, er melde sich später am Abend. "Wortvorfreude", schreibt er. Jetzt hab ich ein klitzekleines bisschen Herzklopfen.

Übrigens, sein Name beginnt mit M.

PS: Die 1. Stufe der Quersumme aus 4262617 - der zufällig vergebenen Storynummer in der URL (s.o.) - ist übrigens mein derzeitiges Alter, und die Binärquersumme ist - tata! 1. Nicht 0. Na, wenn das jetzt nicht was heißt!
(Jaja, ich weiß doch, dass ich ziemlich geekig bin.)

28
Jul
2007

Wiederholungen. Denkschleifen.

aposVielleicht ist es ein Irrtum, zu glauben, man könne am Zwischenmenschlichen noch etwas Neues erkennen... Wilhelm von Humboldt schreibt 1814 an seine Frau Caroline:
Ich sage Dir aber, es ist die Nemesis, daß Alexander und ich [...] in unserm Innern die Welt, im Gegensatz mit den Buchstaben, nicht genug achten; es rächt sich alles bis in die Folgegeschlechter.

Bis in die Folgegeschlechter... Meine Rede. Allerdings nicht seit 1814. Nur würde ich nicht von Rache sprechen. Und auch nicht nur auf die Folgegenerationen blicken, sondern ebenso retrospektiv, denn dort findet sich ganz das gleiche Muster. Màrquez hat diese Strukturen und Determinanten, denen 'man' nicht entfliehen kann, in seinem Familienepos Hundert Jahre Einsamkeit glänzend verarbeitet.

Ein Stückchen weiter unten ist in besagtem Brief außerdem das zu lesen:
Wenn man an der Sehnsucht nicht stirbt, so lebt man davon; ...

Eigentlich ist sämtliche psychologische Literatur überflüssig. Man muss nur die Alten lesen.

25
Jul
2007

How to flirt with a German

aposWas der Amerikaner Scot W. Stevenson in seinem Blog USA erklärt für die Deutschen versucht, dreht nun Spiegel-Online zum Thema Flirten um: Scoring a German. Flirting with Fräuleins, Hunting for Herren.

Sehr zum - wiedererkennenden und beipflichtend nickenden - Schmunzeln.

Übrigens: die Frau von Mister USAerklärt hat jetzt auch ein Blog. Und da hab ich grad über den Terror der Mehlmotten gelesen, den ich nun auch verdammmmmmt gut kenne. Und: auch ihre Technik ist die Gleiche wie meine - einfach mit der Hand im Flug fangen. Darin bin auch ich inzwischen richtig gut. :o)

29
Apr
2007

Zicken

apos
"Ich bin hübsch. Ich darf mir das rausnehmen."

Da hat eine Dame wohl Aussehen mit Charme verwechselt.

28
Apr
2007

Unerlaubte Blicke

aposVielleicht ist das aufs rein Äußere Gerichtet-Sein e i n Grund dafür, dass ich gaffende, also nach 'oben' gerichtete Blicke von Männern (denn darin liegt bereits eine hierarchische Unterordnung, ergo vermeintliche Schwäche) verabscheue: weil ich ihnen diese Blicke nicht zugestehe.
Das hat mehrere Gründe. Einer ist mein eigenes augenblickliches Desinteresse, dessen Ursache in eben jener freiwilligen und sofortigen Unterordnung liegt, die sich in dieser Art Blicke offenbart. Gleichzeitig empfinde ich das 'Zuwiderhandeln' jener gegen meine inneren und ergo stummen Regeln als unerlaubtes Eindringen in meine 'Privat'sphäre: sie haben - aufgrund ihrer Schwäche - kein 'Recht' auf mich. (Im Grunde 'dumm', sagt die Vernunft, es gibt ja diesbezüglich kein Recht, das man ergo verwehren könnte. Es ändert jedoch nichts daran, dass diese Wertung für mich absolut real ist: mithin ein - für demokratisch geschultes Urteilen "furchtbar" - elitärer Anspruch.)

Das 'Recht' des Blicks gestehe ich nur dann zu, wenn ich den Eindruck(!) habe, derjenige sehe eben nicht nur die Hülle-an-sich, sondern nehme darüber hinaus weitere (sichtbare oder daraus ableitbare) Dinge wahr und ordne sich selbst daraufhin auf Augenhöhe ein: sieht sich mir also, wenigstens scheinbar, g e w a c h s e n. Deckt sich diese Einschätzung mit meiner (Interdependenz, jaja) - voilà.
Das ist für mich absolute Voraussetzung (und überdies selten), man könnte sagen, die innere >>> 1. Gelingt es dann, diesen ersten Eindruck auf beiden Seiten zu erhalten - und n u r dann -, besteht die Möglichkeit für Weiteres.

Die Crux dabei für den Mann: einerseits fordert dieser Anspruch ein unbedingtes Sich-Einlassen-Wollen, andererseits verlangt es von ihm, sich nicht oder nur andeutungsweise zu verraten. Ich brauche immer das lockende Geheimnis, Andeutungen, Ahnungen. Die völlige Offenbarung verursacht in mir rapiden Verlust von Interesse.
Will ein Mann mich gewinnen, wird er all dies berücksichtigen müssen. Nur woher soll er das wissen...?
Lächelt.

Und immer wieder L'Aragon: Die Illusion ist das Fleisch auf den Dingen.

[ Soviel zum Thema Projektionen in Beziehungen... ]

Rubrik: Männer & Frauen. Strukturen.

21
Mrz
2007

Geld & Macht. Männer & Frauen

aposNicht Geld ist das Faszinierende an einem Mann, sondern Macht. Das übersehen die meisten. Und die Macht ist auch nur insofern interessant, als dass frau sie für sich nutzen oder steuern, also ihrerseits Einfluss nehmen kann - und zwar ohne, dass es von jemandem bemerkt, noch, dass frau sie gänzlich unterminieren würde; denn ihr Streben will seine Macht stärken (und damit die ihre): Der Zauber muss also erhalten bleiben, sonst zerfiele das filigrane Gebilde und damit auch ihre eigene Macht - die sie dazu gebraucht, das "Heim" abzusichern. Es ist ein u r altes weibliches Muster. *)

Bismarck liefert dazu ein schönes Beispiel.

*) Meine persönliche Essenz aus Gesprächen mit ANH und RenéS

20
Mrz
2007

Partnerlook?! *urgs*

apos"Der Partnerlook ist die Sichtbarmachung der Enteierung des Mannes."
[ SeineHeiligkeit, März 14th, 2007 at 10:35 ]

LOL!

[ da gefunden ]

Und nu Gutnacht!

11
Mrz
2007

Mysterien

aposWieso sind Männer so oft so dermaßen schwer von Begriff und merken p a r t o u t nicht, dass sie frau nur noch auf den Nerv gehen? Selbst, wenn frau sie mit dem Kopf, im Nacken gepackt, direkt drauf stößt, dass es, möchte frau meinen, deutlicher fast nicht mehr geht?

Das scheint tatsächlich eine chromosomal-genetisch bedingte kognitive Dissonanz zu sein.

"Man entkommt einer Illusion nur mit Hilfe einer anderen."

7
Feb
2007

Wenn zwei sich finden...

aposNur schnell, da zuviel anderes um die Ohren, hier ein Link zu einer kleinen Geschichte, bei der ich wirklich Tränen gelacht habe: wie zwei Menschen sich in einer völlig verrückten Situation ineinander verlieben, obwohl sie das gar nicht vorhaben: 2
Und selbst wenn die Geschichte erfunden ist: egal! Sie ist trotzdem herrlich!

[ via irgendwo gestern bei del.icio.us, finds nicht mehr, wo ]
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Titania Carthaga

Mit etwas Größenwahn gelingen auch Dinge, die eigentlich unmöglich erscheinen.

[ Die Anthologie ist da! ]

ANNO 1900, Weimar. Eine kulinarisch-literarische Ausschweifung
Erhältlich via Buchhandel oder Amazon

[ Du darfst... ]

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war nicht auf dich gemünzt,...
war nicht auf dich gemünzt, frau TC... :).
bastiH (anonym) - 2008-08-07 09:39
Und w i e das schmeckt!...
Und w i e das schmeckt! Einfach göttlich! (Auf...
Titania Carthaga - 2008-08-06 19:32
Und wenn man dann noch...
Und wenn man dann noch bedenkt, daß man rein...
Aurisa - 2008-08-06 18:50
birne und senf? ...und...
birne und senf? ...und das schmeckt? ...nach birne...
starman (anonym) - 2008-08-06 18:21
Wo in meinem obigen Posting...
Wo in meinem obigen Posting juble ich denn?
Titania Carthaga - 2008-08-06 17:10
Tja, Föderalismusreform...
Tja, Föderalismusreform hin oder her: alles eine...
Titania Carthaga - 2008-08-06 17:09
Neue Sucht
I just can't get enough...!
Titania Carthaga - 2008-08-06 17:07
für einraumkneipen...
für einraumkneipen ist dieses urteil auf jeden...
bastiH (anonym) - 2008-08-06 08:40

[ z.Zt.versunken in ]


Joachim Ringelnatz
Die Gedichte


Charles Sanford Terry
J.S.Bach


Dietrich Heither, Michael Gehler, Alexandra Kurth
Blut und Paukboden. Eine Geschichte der Burschenschaften


Alfred Döblin
Berlin Alexanderplatz

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