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cogitatus

22
Mai
2008

Falsche Wörter

aposSo ist das mit den Wörtern: unversehens falle ich in sie hinein und kann mich gar nicht gegen das imanente Irritationsmoment wehren. Sie überfallen mich einfach.
Heute z.B. las ich "sich entfremden" - und war überrumpelt. Der Bedeutungshof "sich fremd werden", was es ja normalerweise m e i n t, ergibt sich aus dem Wort selbst überhaupt nicht - im Gegenteil. Ent- fremden, das bedeutet doch, wörtlich genommen, Fremdheit zu eliminieren, sie wegzuwischen, sich also n a h e zu kommen.
Noch so ein Wort: Arbeitnehmer. Schon im Wort selbst ist es - nach landläufiger Verwendung - widersinnig (oder wenigstens doppeldeutig), denn ich g e b e doch meine Arbeitskraft und nehme sie nicht, oder maximal dem Chef a b, entlaste also, bin sozusagen Dienstleister. Der Arbeit"nehmer" als Dienstleister oder gar Kunde... Warum hat das bisher noch keiner so gesehen?

20
Sep
2007

Filigrane Intimität

apos
Eros ist umso mächtiger, je diskreter er auftritt.

5
Sep
2007

Raum-Verhältnisse

aposDiese Erkentnis erhärtet sich von Jahr zu Jahr umso mehr: dass, je weiter der Geist wird, er umso mehr Raum* beansprucht.

* Ich meine hier tatsächlich (Wohn-/Arbeits-)Raum, vor allem: Deckenhöhe. Damit der Geist :Raum: hat, zu fliegen. Alles unter 3m erübrigt sich ergo.

4
Sep
2007

Dem Marionettenmann

aposLügen gleiten leichter über die Lippen als die Ungeheuerlichkeiten des Lebens.
Ich ziehe es vor zu schweigen.

29
Aug
2007

Fußnote

aposDas ist das Schöne am literarischen Schreiben: man braucht keine Fußnoten.

2
Aug
2007

Konfliktmatrix

aposwenn positionen aufeinander prallen sind diese immer unterfüttert mit bedürfnissen. diese jedoch werden so gut wie möglich verborgen (ganz besonders im rahmen eines "schaukampfes" in der öffentlichkeit).

das heißt die "inhalte und argumente" unterliegen nicht den bedürnissen, sie dienen dazu, diese zu verbergen. wer bedürftig ist, hat verloren.

die positionen sind die panzer hinter denen sich die beteiligten aus furcht vor ernsthafter verletzung verstecken. je größer die furcht desto festzementierter die positionen.


...schreibt die brilliante june. Diese Matrix findet sich in allen extremen, gar fundamentalen Positionen wieder. Die moderateren mögen eine friedliche Weiterentwicklung ermöglichen, die Extremisten gehen den Weg der Zerstörung - bei ihnen ist die Angst am größen. Und dabei denke ich nicht nur an RAF, Al Kaida & Co. Auch die vermeintlich kleinen, privaten Konflikte*) können sehr schnell existenzell bedrohlich werden - existenziell in psychologischer Dimension: indem das eigene, konstruierte Ich in Frage gestellt scheint.

*) wie sie dort ausgefochten wurden, worunter june kommentierte

Je größer, also existentiell bedrohlicher die Angst, desto vehementer der Angriff und die Zerstörung; wenn es sein muss, auch die seiner selbst. Alles nur, um der Angst zu entkommen - der man nicht entkommen kann, es sei denn im Tod.

24
Jul
2007

8
Jul
2007

Jurisprudenz

aposDie Schwerter sind heute zu Paragraphen geschmiedet und die Recken nennen sich Advokaten. Konflikte aus der Physis in den Geist verschoben. Mehr Bürgertum geht nicht.

21
Jun
2007

'Rechtschaffene'

aposwaren mir schon immer ein Graus. Insbesondere jene, die darauf pochen - weswegen sie es schon gar nicht sein können. Deswegen tragen sie ihre angebliche Rechtschaffenheit auch so demonstrativ vor sich her wie ein Schild - um alles abzuwehren, was ihrer Weltsicht eine Andere, Gespiegelte zeigen könnte. Dieser Abwehrmechanismus funktioniert unglaublich gut. Denn er bewahrt sie vor der Welt und erhält sie am Leben. Nur so können sie das: leben. Können sie das...?

Es geht also - wieder einmal - um Angst vor Wahrheit.

30
Mai
2007

Konsonanter Unterschied

apos
Neid macht alle Menschen hässlich.
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Titania Carthaga

Mit etwas Größenwahn gelingen auch Dinge, die eigentlich unmöglich erscheinen.

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war nicht auf dich gemünzt,...
war nicht auf dich gemünzt, frau TC... :).
bastiH (anonym) - 2008-08-07 09:39
Und w i e das schmeckt!...
Und w i e das schmeckt! Einfach göttlich! (Auf...
Titania Carthaga - 2008-08-06 19:32
Und wenn man dann noch...
Und wenn man dann noch bedenkt, daß man rein...
Aurisa - 2008-08-06 18:50
birne und senf? ...und...
birne und senf? ...und das schmeckt? ...nach birne...
starman (anonym) - 2008-08-06 18:21
Wo in meinem obigen Posting...
Wo in meinem obigen Posting juble ich denn?
Titania Carthaga - 2008-08-06 17:10
Tja, Föderalismusreform...
Tja, Föderalismusreform hin oder her: alles eine...
Titania Carthaga - 2008-08-06 17:09
Neue Sucht
I just can't get enough...!
Titania Carthaga - 2008-08-06 17:07
für einraumkneipen...
für einraumkneipen ist dieses urteil auf jeden...
bastiH (anonym) - 2008-08-06 08:40

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Joachim Ringelnatz
Die Gedichte


Charles Sanford Terry
J.S.Bach


Dietrich Heither, Michael Gehler, Alexandra Kurth
Blut und Paukboden. Eine Geschichte der Burschenschaften


Alfred Döblin
Berlin Alexanderplatz

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